Recherche, Part II

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

da bin ich wieder – zugegebenermaßen heute etwas später. Im letzten Beitrag habe ich geschrieben, dass ich mich mit der Recherche beschäftige. Nach meiner bisherigen Lektüre kann ich, denke ich, behaupten, dass es durchaus eine große Anzahl an Veröffentlichungen zum Thema Web Accessibility gibt, was mich freut. Allerdings scheint der überwiegende Großteil davon jeweils einen sehr engen Fokus zu haben. Das ist für mich nachvollziehbar, aber dennoch etwas schade. Die meiste Forschung zu diesem Thema scheint qualitativer Natur zu sein, d.h. man analysiert z.B. eine kleine Anzahl geführter Interviews in der Tiefe. Ich glaube, dass daneben auch Raum für quantitative Forschung ist, d.h. Analysen, die auf einer großen Datenbasis aufbauen. Beispielhaft möchte ich im jetzt drei Beispiele meiner Recherche kurz erläutern.

Web Accessibility Analysis von Sonia I. Marino und Pedro L. Alfonzo

Veröffentlichungsdaten: „A Web Accessibility Empirical Analysis, A Case Study“ von Sonia I. Marino und Pedro L. Alfonzo, veröffentlicht 2021, International Journal of Electronics Communication and COmputer Engineering, Volume 11, Issue 6, Seiten 76 – 82

Soweit mir bekannt, darf ich den Artikel nicht zugänglich machen, daher sei auf die genannten Daten zur Recherche verwiesen. Der Artikel ist ein Beispiel für quantitative Forschung, allerdings mit einer (meines Erachtens) vergleichsweise kleinen Datenbasis. Die Autoren haben eine Analyse von Websiten auf die Erfüllung bzw. Nichterfüllung definierter Kriterien hinsichtlich Barrierefreiheit durchgeführt. Die Kriterien wurden definiert anhand der Web Content Accessibility Guidelines, Version 2.0 (WCAG 2.0). Das erscheint mir ein absolut valides Vorgehen zu sein. Untersucht werden acht Websites, bzw. präziser: deren Homepages. Kritisieren möchte ich hier, dass weder die untersuchten Websites genannt werden, noch dass erklärt wird, warum gerade diese Anzahl und diese Seiten ausgewählt wurden. Das stellt aus meiner Sicht einen überaus lästigen Mangel an dieser Veröffentlichung dar.

Norwegische Software-Entwickler und Web-Accessibility von Eskil Hognestad

Veröffentlichungsdaten: „Norwegian Software Developers and Web Accessibility“ von Eskil Hognestad, veröffentlich 2021, Master-Arbeit an der Norwegian University of Science and Technology

Die Master-Arbeit von Eskil Hognestad ist ein Beispiel für die oben angesprochene qualitative Forschung. Die Arbeit basiert auf Interviews, die mit verschiedenen norwegischen Software-Entwicklern geführt wurden. Die Beschränkung auf Norwegen erklärt sich allem Anschein nach dadurch, dass die Arbeit an einer norwegischen Universität verfasst wurde und es schwierig erscheint, im Rahmen einer Master-Arbeit Budget für eine breiter angelegte Studie anzuwerben. Meiner Ansicht nach legt die Studie gut und übersichtlich die Forschungsfragen dar und führt eine nachvollziehbare Analyse der Aussagen durch.

Analytische Auto-Ethnographie

Veröffentlichungsdaten: „Analytic Autoethnography“ von Leon Anderson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 373 – 395

Neben der Literatur zur Web Accessibility beschäftige ich mich auch mit Veröffentlichungen zum Thema auto-ethnographische Studien, da ich selbst eine solche durchführe. Der genannte Artikel stellt meines Erachtens eine Analyse bestehender Strömungen im Forschungsfeld dar und erläutert Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze. Da ich mich bisher sehr mit den Naturwissenschaften und verwandten Feldern beschäftigt habe, tue ich mich mit einigen der Konzepte etwas schwer. Beispielsweise wird ein Ansatz damit beschrieben, dass es das Ziel ist, im Leser Emotionen zu wecken. Das erscheint mir etwas widersinnig, weil meines Erachtens das Ziel von Wissenschaft die Gewinnung von Fakten und Wissen sein sollte und nicht Emotionen.

Fazit

Bei diesen drei kurzen Darstellungen und meinen Meinungen dazu möchte ich es heute belassen. Ich hoffe, in Zukunft etwas ausgefeiltere und tiefere Sätze liefern zu können. Kommentare zu jeder meiner Äußerungen hier sind gerne gesehen.

Ein schönes Wochenende =)
Stefan

Recherche und Exposé

Liebe Leserinnen und Leser,

im letzten Beitrag habe ich den Auftakt des Projektes Masterarbeit angekündigt. Seitdem habe ich Recherche zum Thema Web Accessibility (man könnte es etwas frei mit „Barrierefreiheit von Web-Inhalten“ paraphrasieren) betrieben. Zunächst war die Recherche äußerst unbefriedigend, da sich lediglich eine Handvoll Artikel aus dem Zeitraum 2002 – 2012 fanden, deren Aktualität für die Darstellung des Status quo natürlich nicht gegeben ist.

Gefunden habe ich tatsächlich einen Online-Artikel von statista, der, verkürzt gesagt, zu dem Schluss kommt, dass Barrierefreiheit im Internet zu kurz kommt. Nach Änderung der Recherchemethode am gestrigen Donnerstag habe ich dann doch noch eine große Anzahl wissenschaftlicher Artikel finden können, mit deren Sichtung ich mich aktuell beschäftige.

Auf der Haben-Seite steht aktuell Work in Progress eines Exposés für die Master-Projektarbeit. Interessierte Leser können das Dokument hier gern ansehen.

Bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße
Stefan

Master-Projektarbeit

Guten Morgen allerseits,

ich hoffe, es geht jedem Leser gut. Dieser Post wird ein Kick-off-Post für ein neues Projekt, wie der Titel bereits vermuten lässt. Zwecks Vorbereitung auf die anschließende Masterarbeit werde ich meine Master-Projektarbeit darüber schreiben, wie ich das Programmieren von barrierefreien Websites lerne.

Die Arbeit werde ich in Form einer auto-ethnographischen Studie verfassen, d.h. ich werde regelmäßig Blogposts veröffentlichen, um meine eigene Entwicklung zu verfolgen, meine Eindrücke festzuhalten und zu reflektieren. Daher sind auch Kommentare jederzeit gern willkommen. Ich hoffe, es zu schaffen, 1x wöchentlich einen Update-Post zu verfassen. Zunächst werde ich die Posts auf Deutsch veröffentlichen, ob ich sie auf Englisch übersetze, überlege ich zurzeit noch. Zwecks Nachvollziehbarkeit werde ich eine Möglichkeit suchen, unter jedem Post eine Versionshistorie anzuzeigen, sollte ich nachträglich etwas abändern.

Ich wünsche ein schönes und erholsames Wochenende.
Stefan