Projekt: Otobo barrierefrei machen

Aktueller Stand

Liebe Leserinnen und Leser,

leider kann ich diese Woche nicht viel berichten, da ich wenig Zeit gefunden habe, meiner Recherche nachzugehen. Damit meine Leserschaft trotzdem nicht leer ausgeht, möchte ich meine aktuelle Sicht auf Web Accessibility festhalten und meine geplante Vorgehensweise für die Recherche etwas ausdifferenzieren.

Meine Sicht auf Web Accessibility

Ich möchte diesen Blogeintrag nutzen, um meine aktuelle Sicht auf Web Accessibilitiy sowie Motivationen und Wurzeln zu beschreiben, derer ich mir bewusst bin. Lange war meine Sicht auf Berücksichtigung von Beeinträchtigten zugegebenermaßen, dass es nur wenige betrifft und daher die Notwendigkeit nicht groß ist. Meines Erachtens nach ist eine vorrangige Ursache für diese Einstellung, dass ich in meinem bisherigen Leben nahezu nie Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigungen hatte.

Geändert hat sich das meiner Erinnerung nach erst durch den Kurznachrichtendienst Twitter. Ich begann vor ca. 2 Jahren, auf Twitter aktiver zu sein. Dadurch, dass ich dort Menschen folgte, die ich interessant oder sympathisch fand, begegneten mir immer öfter andere Standpunkte und Sichtweisen als meine eigenen. Gelegentlich sah ich Texte, die Personen mit Beeinträchtigung verfasst hatten, die sehr simpel und anschaulich schilderten, welchen Hürden sie sich im Alltag gegenübersahen – bspw. Treppen aus der Sicht einer Rollstuhlfahrerin.

Meine Ansicht veränderte sich langsam, aber stetig dahingehend, dass offenbar doch die Notwendigkeit zur Veränderung besteht, wenn Menschen durch nicht zwingend erforderliche Umstände an der Teilhabe am Leben gehindert werden. Bis ich auf die Möglichkeit aufmerksam wurde, meine Abschlussarbeit über barrierefreie Webinhalte zu schreiben, habe ich bei Barrierefreiheit jedoch lediglich an analoge Themen gedacht.

Die Herausforderung bestand für mich zu Beginn darin, mir überhaupt bewusst zu machen, welche Dinge Einfluss auf barrierefreie Webinhalte haben könnten. Ganz praktisch können das Dinge sein wie veränderbare Schriftgröße, kontrastreiche Farbgestaltung oder ausreichend große Bedienelemente. Beim Durchdenken gelangte ich relativ schnell zu der Ansicht, dass die barrierefreie Gestaltung von Webinhalten nahezu zwangsläufig an einigen Stellen auch die Bedienbarkeit für Menschen ohne Beeinträchtigung verbessern könnte.

Zusammenfassend: Mir war lange die Relevanz des Themas nicht bewusst, was sich erst durch die Konfrontation mit Betroffenen auf Twitter geändert hat. Einflussgrößen auf meine Position zu dem Thema sind meines Erachtens gewesen:

  • (Mangelnder) Kontakt mit Betroffenen
  • Nutzen von Barrierefreiheit für Menschen ohne Beeinträchtigung
  • Machbarkeit der Umsetzung von Barrierefreiheit

Geplante Vorgehensweise bei der Recherche

Abschließend möchte ich noch einige kurze Worte darüber verlieren, wie ich mir aktuell die Recherche für meine Master-Projektarbeit vorstelle. Ich möchte die Fokuspunkte stichpunktartig aufführen und begründen.

  • Was ist Web Accessibility?
    Ich halte es für unerlässlich, eine Definition einzuführen, von der die restliche Arbeit ausgeht. Das bedingt natürlich, zu recherchieren, welche Definitionen bereits existieren und wie gut diese sind.
  • Wie ist die Entwicklung des Themengebietes vonstatten gegangen?
    Hierunter stelle ich mir eine kurze Historie vor, um die Einflussfaktoren verstehen zu können, die für den heutigen Status Quo verantwortlich sind.
  • Welche Standards gibt es und wie weit sind diese verbreitet?
    Dies wird überleiten in die Einarbeitung, wie man barrierefreie Webinhalte programmiert.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine frohe Vorweihnachtszeit. Bleibt gesund!

Liebe Grüße
Stefan

Lernen, barrierefreie Inhalte zu coden: Recherche

Liebe Leserinnen und Leser,

auch dieser Blogeintrag erscheint etwas verspätet, dafür möchte ich um Entschuldigung bitten. Ich erwäge, testweise anstatt Freitags in Zukunft Samstags zu posten – man wird sehen, wie das funktioniert. Nun aber zum Inhalt:

Geschehnisse

Am Donnerstag, 11.11.2021, habe ich ein sehr konstruktives Gespräch mit meinen zwei Betreuern seitens der Universität Siegen gehabt. Wir haben uns über den bisherigen Fortschritt des Exposés ausgetauscht. Ich habe danach noch einige Umbauten und Präzisierungen vorgenommen. Die finale Version des Exposés kann hier eingesehen werden. Da ich das Dokument auf Englisch verfasst habe, beinhalteten die Änderungen u.A. Verbesserungen bei Begrifflichkeiten. Im Exposé ist auch der Zeitplan enthalten, den ich hier stichpunktartig anführen möchte:

  • Literaturrecherche: KW 46 und 47
  • Durcharbeiten der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG): KW 48 – KW 52
  • Verfassen des Aufschriebs: KW 1 – 4
  • Wöchentliches Bloggen: Während des kompletten Zeitraums

Die Betreuung wird in Zusammenarbeit der Lehrstühle IT für die Alternde Gesellschaft sowie Computerunterstützte Gruppenarbeit und Soziale Medien erfolgen.

In der vergangenen Woche habe ich wenig an Recherche betrieben, da ich anderweitig ausgelastet war. Allerdings bin ich trotzdem auf etwas gestoßen, das ich kurz schildern möchte.

Definition Web Accessibility

Meine erste Idee bezüglich der Recherche war: Was ist überhaupt Web Accessibility? So simpel die Fragestellung sein mag, erscheint mir das ein guter Anfang, um meine eigene potentiell vorhandene Voreingenommenheit anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zu reflektieren und ggf. zu revidieren.

Bei der Recherche weckte insbesondere die Publikation von Helen Petrie, Andreas Savva und Christopher Power (Petrie et al., 2015) mein Interesse. Die Autor*innen sammeln Definitionen des Begriffs „Web Accessibility“ aus Publikationen, Büchern und Web-Ressourcen und analysieren die gefundenen Texte. Daraus extrahieren sie sechs Kernkonzepte, namentlich:

  1. „all users / users regardless of capability / users with disabilities“
  2. „can access / interact with / use websites“
  3. „with usability characteristics“
  4. „using mainstream / assistive technologies“
  5. „design and development processes“
  6. „in specific contexts of use“

Die Punkte finden sich in absteigender Häufigkeit in den analysierten Textstellen, d.h. der erste Punkt wird am häufigsten verwendet. Die Autor*innen verleihen ihrer Überraschung darüber Ausdruck, dass zwar überall Klarheit über die Notwendigkeit zur Verwendbarkeit von Web-Content für Menschen mit Behinderung oder Einschränkung herrscht, dass aber wenig Fokus auf Möglichkeiten zum Gestalten, Beitragen und Verändern des Web-Contents liegt. Des Weiteren wird das Nichteinbeziehen von älteren Menschen kritisiert. Sie schlagen aufgrund ihrer Analyse folgende Definition vor:

all people, particularly disabled and older people, can use websites in a range of contexts of use, including mainstream and assistive technologies; to achieve this, websites need to be designed and developed to support usability across these contexts

Petrie et al. (2015), Seite 1 und 3

Reflektion

Die Definition von Web Accessibility beeinflusst meiner Meinung nach ganz maßgeblich, welche Ziele man sich beim Einbezug selbiger setzt. Bislang war mir nie bewusst, dass es Web-Content gibt, der für Menschen mit Behinderung oder Einschränkung schwer oder nicht zugänglich ist. Das Auseinandersetzen mit Definitionen verändert für mich ganz wesentlich den Blickwinkel. Natürlich ist es unbequem und anstrengend, sich aus gewohnten Bahnen und Denkmustern herauszubewegen, aber wenn der Gegenwert ist, dass sehr viel mehr Menschen das Internet als wesentliche Kommunikationstechnologie unseres Jahrhunderts mitgestalten können, ist es das meines Erachtens mehr als wert.

Allen, die bis hierher gelesen haben, danke ich von Herzen für die Aufmerksamkeit. Ich bin jederzeit offen für Verbesserungsvorschläge, Kritik und Denkanstöße.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes und entspanntes Wochenende. Liebe Grüße,
Stefan

Literaturliste

Petrie et al. (2015): „Towards a Unified Definition of Web Accessibility“ von Helen Petrie, Andreas Savva und Christopher Power, veröffentlicht 2015, Proceedings of the 12th International Web For All Conference, Article 35, Pages 1 – 13

Über auto-ethnographische Studien

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe leider versäumt, vergangenen Freitag einen Blogpost hochzuladen. Dafür bitte ich um Entschuldigung.

Mittlerweile habe ich die mir empfohlenen Paper über auto-ethnographische Studien gelesen und möchte hier eine kurze Übersicht geben. Soweit ich das bisher nachvollziehen konnte, gibt es innerhalb des Feldes auto-ethnographischer Studien zwei sich deutlich unterscheidende Ansätze, die ich kurz darstellen möchte.

Emotional (Ansatz von Ellis und Bochner)

Laut der Darstellung nahezu aller von mir gelesenen Artikel, insbesondere aber Anderson (2006) und Walford (2021), sind Carolyn Ellis und Artur Bochner wegweisend für viele Veröffentlichungen gewesen. Ihre Ziele sind, dass der Autor zentral als Geschichtenerzähler auftritt mit dem Ziel, beim Leser Emotionen zu wecken und die wissenschaftliche Analyse in den Hintergrund zu stellen. Der Wert eines Beitrages besteht demgemäß in einer Darstellung der Innensicht des Autors.

Anderson bezeichnet dies als „evocative autoethnography“ und differenziert es von der „analytic autoethnography“ und argumentiert sachlich und ausführlich für die Vorzüge letzterer gegenüber ersterer. Walford geht noch weiter und kritisiert den wissenschaftlichen Wert, den er in der Erweiterung bzw. neuen Beiträgen zum Wissen sieht, als beim Ansatz von Ellis und Bochner als nicht vorhanden. Er führt ein anschauliches Beispiel an, indem er Autor-zentrierte Autoethnographie mit Urlaubsfotos vergleicht. Den Ansatz von Ellis und Bochner vergleicht er mit Selfies – im Hintergrund mag noch das Motiv erkennbar sein, wird aber mehr oder minder vom Gesicht des Autors verdeckt.

Klassisch / analytisch

Der dem gegenüberstehende Ansatz wird je nach Autor als klassisch (Walford) oder analytisch (Anderson) bezeichnet. Er besteht darin, anhand der eigenen Erfahrungen, Mitgliedschaft in einer Gruppe, Kultur oder Subkultur, eben diese zu beschreiben. Gewissermaßen nutzt der Wissenschaftler sich selbst, um sonst nicht darstellbare Einblicke zu geben. Der Fokus liegt hier deutlich auf Sachlichkeit, Objektivität und, wie in anderen klassischen wissenschaftlichen Methoden auch, auf der Generierung von Daten und deren Analyse.

Persönliche Meinung

Als erstes Paper habe ich die Veröffentlichung von Anderson gelesen. Darin stellt er zunächst evocative autoethnography dar und ich war zugegebenermaßen etwas irritiert bis schockiert, wie (aus meiner Sicht) offensichtlich damit anderswo strikt geltende wissenschaftliche Prinzipien verletzt wurden. Ich versuchte, mich damit anzufreunden, tat mich aber schwer. Das änderte sich nicht, als ich die Paper von Ellis (2008) und Roth (2009) las, die sehr stringent jene Richtung in den Vordergrund stellten. Auffällig fand ich die Argumentationsweise, die mich aufgrund des Fokus auf marginalisierten Gruppen durchaus an die ein oder andere Kontroverse auf Twitter erinnerte.

Beim Lesen des Artikels von Walford stellte sich bei mir jedoch ein befreiendes Gefühl ein, weil ich mich darin wiederfand, mit den gleichen und darüber hinausgehenden Kritikpunkten, die ich selbst hatte. Dankenswerterweise beschreibt der Autor auch präzise anhand von Beispielen, worin er (keinen) wissenschaftlichen Nutzen sieht und warum (nicht).

Nächster Schritt

Für heute habe ich geplant, das erste meiner zwei Exposés voranzubringen und idealerweise fertigzustellen. Darin werden auf jeden Fall die Erkenntnisse aus den oben beschriebenen Papern einfließen.

Literaturliste

Anderson (2006): „Analytic Autoethnography“ von Leon Anderson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 373 – 395

Atkinson (2006): „Rescuing Autoethnography“ von Paul Atkinson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 400 – 404

Denshire (2014): „On auto-ethnography“ von Sally Denshire, veröffentlicht 2014, Current Sociology Review, Volume 62, Number 6, Seiten 831 – 850

Ellis (2008): „Autoethnography“ von Carolyn S. Ellis, veröffentlicht 2008, in: The Sage Encyclopedia of Qualitative Research, Seiten 48 – 51

Atkinson (2006): „Rescuing Autoethnography“ von Paul Atkinson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 400 – 404

Roth (2009): „Auto/Ethnography and the Question of Ethics“ von Wolff-Michael Roth, veröffentlicht 2009, Forum: Qualitative Social Research, Volume 10, Number 1, Artikel 38

Atkinson (2006): „Rescuing Autoethnography“ von Paul Atkinson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 400 – 404

Walford (2021): „What is worthwhile auto-ethnography? Research in the age of the selfie“ von Geoffrey Walford, veröffentlicht 2021, Ethnography and Education, Volume 16, Number 1, Seiten 31 – 43

Recherche, Part II

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

da bin ich wieder – zugegebenermaßen heute etwas später. Im letzten Beitrag habe ich geschrieben, dass ich mich mit der Recherche beschäftige. Nach meiner bisherigen Lektüre kann ich, denke ich, behaupten, dass es durchaus eine große Anzahl an Veröffentlichungen zum Thema Web Accessibility gibt, was mich freut. Allerdings scheint der überwiegende Großteil davon jeweils einen sehr engen Fokus zu haben. Das ist für mich nachvollziehbar, aber dennoch etwas schade. Die meiste Forschung zu diesem Thema scheint qualitativer Natur zu sein, d.h. man analysiert z.B. eine kleine Anzahl geführter Interviews in der Tiefe. Ich glaube, dass daneben auch Raum für quantitative Forschung ist, d.h. Analysen, die auf einer großen Datenbasis aufbauen. Beispielhaft möchte ich im jetzt drei Beispiele meiner Recherche kurz erläutern.

Web Accessibility Analysis von Sonia I. Marino und Pedro L. Alfonzo

Veröffentlichungsdaten: „A Web Accessibility Empirical Analysis, A Case Study“ von Sonia I. Marino und Pedro L. Alfonzo, veröffentlicht 2021, International Journal of Electronics Communication and COmputer Engineering, Volume 11, Issue 6, Seiten 76 – 82

Soweit mir bekannt, darf ich den Artikel nicht zugänglich machen, daher sei auf die genannten Daten zur Recherche verwiesen. Der Artikel ist ein Beispiel für quantitative Forschung, allerdings mit einer (meines Erachtens) vergleichsweise kleinen Datenbasis. Die Autoren haben eine Analyse von Websiten auf die Erfüllung bzw. Nichterfüllung definierter Kriterien hinsichtlich Barrierefreiheit durchgeführt. Die Kriterien wurden definiert anhand der Web Content Accessibility Guidelines, Version 2.0 (WCAG 2.0). Das erscheint mir ein absolut valides Vorgehen zu sein. Untersucht werden acht Websites, bzw. präziser: deren Homepages. Kritisieren möchte ich hier, dass weder die untersuchten Websites genannt werden, noch dass erklärt wird, warum gerade diese Anzahl und diese Seiten ausgewählt wurden. Das stellt aus meiner Sicht einen überaus lästigen Mangel an dieser Veröffentlichung dar.

Norwegische Software-Entwickler und Web-Accessibility von Eskil Hognestad

Veröffentlichungsdaten: „Norwegian Software Developers and Web Accessibility“ von Eskil Hognestad, veröffentlich 2021, Master-Arbeit an der Norwegian University of Science and Technology

Die Master-Arbeit von Eskil Hognestad ist ein Beispiel für die oben angesprochene qualitative Forschung. Die Arbeit basiert auf Interviews, die mit verschiedenen norwegischen Software-Entwicklern geführt wurden. Die Beschränkung auf Norwegen erklärt sich allem Anschein nach dadurch, dass die Arbeit an einer norwegischen Universität verfasst wurde und es schwierig erscheint, im Rahmen einer Master-Arbeit Budget für eine breiter angelegte Studie anzuwerben. Meiner Ansicht nach legt die Studie gut und übersichtlich die Forschungsfragen dar und führt eine nachvollziehbare Analyse der Aussagen durch.

Analytische Auto-Ethnographie

Veröffentlichungsdaten: „Analytic Autoethnography“ von Leon Anderson, veröffentlicht 2006, Journal of Contemporary Ethnography, Volume 35, Number 4, Seiten 373 – 395

Neben der Literatur zur Web Accessibility beschäftige ich mich auch mit Veröffentlichungen zum Thema auto-ethnographische Studien, da ich selbst eine solche durchführe. Der genannte Artikel stellt meines Erachtens eine Analyse bestehender Strömungen im Forschungsfeld dar und erläutert Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze. Da ich mich bisher sehr mit den Naturwissenschaften und verwandten Feldern beschäftigt habe, tue ich mich mit einigen der Konzepte etwas schwer. Beispielsweise wird ein Ansatz damit beschrieben, dass es das Ziel ist, im Leser Emotionen zu wecken. Das erscheint mir etwas widersinnig, weil meines Erachtens das Ziel von Wissenschaft die Gewinnung von Fakten und Wissen sein sollte und nicht Emotionen.

Fazit

Bei diesen drei kurzen Darstellungen und meinen Meinungen dazu möchte ich es heute belassen. Ich hoffe, in Zukunft etwas ausgefeiltere und tiefere Sätze liefern zu können. Kommentare zu jeder meiner Äußerungen hier sind gerne gesehen.

Ein schönes Wochenende =)
Stefan

Recherche und Exposé

Liebe Leserinnen und Leser,

im letzten Beitrag habe ich den Auftakt des Projektes Masterarbeit angekündigt. Seitdem habe ich Recherche zum Thema Web Accessibility (man könnte es etwas frei mit „Barrierefreiheit von Web-Inhalten“ paraphrasieren) betrieben. Zunächst war die Recherche äußerst unbefriedigend, da sich lediglich eine Handvoll Artikel aus dem Zeitraum 2002 – 2012 fanden, deren Aktualität für die Darstellung des Status quo natürlich nicht gegeben ist.

Gefunden habe ich tatsächlich einen Online-Artikel von statista, der, verkürzt gesagt, zu dem Schluss kommt, dass Barrierefreiheit im Internet zu kurz kommt. Nach Änderung der Recherchemethode am gestrigen Donnerstag habe ich dann doch noch eine große Anzahl wissenschaftlicher Artikel finden können, mit deren Sichtung ich mich aktuell beschäftige.

Auf der Haben-Seite steht aktuell Work in Progress eines Exposés für die Master-Projektarbeit. Interessierte Leser können das Dokument hier gern ansehen.

Bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße
Stefan

Master-Projektarbeit

Guten Morgen allerseits,

ich hoffe, es geht jedem Leser gut. Dieser Post wird ein Kick-off-Post für ein neues Projekt, wie der Titel bereits vermuten lässt. Zwecks Vorbereitung auf die anschließende Masterarbeit werde ich meine Master-Projektarbeit darüber schreiben, wie ich das Programmieren von barrierefreien Websites lerne.

Die Arbeit werde ich in Form einer auto-ethnographischen Studie verfassen, d.h. ich werde regelmäßig Blogposts veröffentlichen, um meine eigene Entwicklung zu verfolgen, meine Eindrücke festzuhalten und zu reflektieren. Daher sind auch Kommentare jederzeit gern willkommen. Ich hoffe, es zu schaffen, 1x wöchentlich einen Update-Post zu verfassen. Zunächst werde ich die Posts auf Deutsch veröffentlichen, ob ich sie auf Englisch übersetze, überlege ich zurzeit noch. Zwecks Nachvollziehbarkeit werde ich eine Möglichkeit suchen, unter jedem Post eine Versionshistorie anzuzeigen, sollte ich nachträglich etwas abändern.

Ich wünsche ein schönes und erholsames Wochenende.
Stefan

Gebet

Lass dir keine unüberlegten Worte entschlüpfen, rede nicht unbedacht im Überschwang deiner Gefühle, wenn du zu Gott betest; denn Gott ist im Himmel und du bist hier auf der Erde. Deshalb geh sparsam mit deinen Worten um!

Prediger 5,1 – Die Bibel, Neues Leben Übersetzung

Neulich stieß ich beim Stöbern auf diesen Vers aus Prediger 5. Mir ging daraufhin Verschiedenes durch den Kopf. Ich habe lange Zeit eine Gemeinde besucht, in der ausufernde Gebete während des Gottesdienstes keine Seltenheit waren. Als Kind empfand ich das, gelinde gesagt, als der Konzentration abträglich. Auf Anhieb gefiel mir der Vers daher sehr gut, weil er in meine persönlichen Vorstellungen passte. Beim Nachdenken kam ich dann allerdings doch zu einem Problem: Sollte ich immer möglichst sparsam beten? Das widerspricht sich zumindest auf den ersten Blick mit zum Beispiel mit Hebräer 4,16.

Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.

Hebräerbrief 4,16 – Die Bibel, Neues Leben Übersetzung

Andere Übersetzungen benutzen statt „zuversichtlich“ den Begriff „freimütig“. Andererseits bestätigt Matthäus 6,7 die Aussage aus Prediger.

Plappert nicht vor euch hin, wenn ihr betet, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Sie glauben, dass ihre Gebete erhört werden, wenn sie die Worte nur oft genug wiederholen.

Matthäusevangelium 6,7 – Die Bibel, Neues Leben Übersetzung

Für mich ergibt sich daraus die mögliche Schlussfolgerung, dass ich jederzeit mit meinen Anliegen zu Gott kommen kann, aber dass ich mich im Gebet nicht darum bemühen soll, möglichst viel zu sagen oder möglichst ausschweifend meine Anliegen darzulegen, aus Respekt vor dem allmächtigen Gott, mit dem ich es zu tun habe.

Hiob

Dieser Post beinhaltet nur einige kurze, nicht ausgearbeitete Gedanken. Ich denke allerdings, dass gute Anstöße dabei sind. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch Hiob gelesen. Allgemein bekannt wird vermutlich das sprichwörtliche Leiden Hiobs sein, mit dem Gott ihn gestraft hat. Des Weiteren beinhaltet das Buch ausführliche Beschäftigungen mit dem Thema Leid. Worauf ich aber hinaus möchte, sind andere Dinge.

Das Buch Hiob besteht zum allergrößten Teil aus Diskussionen Hiobs mit seinen Freunden um die Schuldfrage. Daraus ergibt sich die Frage: Ergibt sich eine Kausalität von Schuld und Leid? Ich denke, dass es Fälle gibt, wo das so ist, aber auch in beide Richtungen (Schuld -> Leid, Leid -> Schuld) genug Gegenbeispiele existieren. Nichtsdestotrotz macht die Reflektierung des eigenen Standpunktes zu dieser Frage m.E. Sinn.

Hiob selbst beteuert immer wieder seine Unschuld, worauf seine Freunde mit ihren Erfahrungen über Gottes Verhalten antworten. Das führt mich zu dem Gedanken: Sollten Menschen im Allgemeinen und Christen im Besonderen versuchen, Anwalt für Gott zu sein? Meine Meinung dazu ist, dass das gar nicht möglich ist. Naturgemäß kann ich als Mensch weder die Gründe noch die Motive für Gottes Entscheidungen kennen. Ein anderer Sachverhalt ist das Verargumentieren des eigenen Glaubens. Zu vielen Kritikpunkten an der Bibel gibt es mindestens valide Gegenargumente, die sich als Christ zu kennen lohnt.

Soviel zu meinen Gedanken über das Buch Hiob.

Forschungstagebuch 1: Neuronale Netze

Der Beginn meiner Forschungsarbeit an neuronalen Netzen lässt sich auf den 09.04.2020 datieren. An besagtem Donnerstag habe ich dem Professor des Lehrstuhls, an dem ich meine Abschlussarbeit schreiben werde, per E-Mail geschrieben, dass ich das angebotene Thema dankend annehme und mich mit der Anwendung von neuronalen Netzen auf ein Operations Research Problem beschäftigen möchte. Dazu aber später mehr. Zunächst möchte ich zusammenfassen, was ich bisher getan habe und welche Einsichten und Ideen mir das gebracht hat.

Ansatz zur Einarbeitung: Ein kleiner Überblick über neuronale Netze von David Kriesel

Da ich bisher weder im Studium noch privat tiefergehenden Kontakt mit der Funktionsweise und den Möglichkeiten neuronaler Netze hatte, zielt mein Tun primär darauf, mich in das Thema einzulesen. Im Telefonat mit dem Professor hatte ich bereits geäußert, dass ich Python als Programmiersprache für geeignet halte und dazu Zustimmung erhalten. Leider habe ich bislang auch noch nicht mit Python gearbeitet, sondern mit C, C++, Java und Perl. Folglich würde meine Einarbeitungsphase sowohl aus dem Thema Neuronale Netze und der Programmiersprache Python bestehen.

Zumindest für neuronale Netze hatte ich einen Ansatz. Durch meinen Nebenjob war ich auf David Kriesel und seinen Vortrag über Xerox sowie anschließend die Talks über Spiegel Online und die Bahn aufmerksam geworden und hatte seine Website besucht. Dort entdeckte ich beim Stöbern ein ausführliches Skript über neuronale Netze, welches mir an dieser Stelle wieder in den Sinn kam. Ich habe es mir umgehend heruntergeladen und begann zu lesen. Was Python angeht, sind dankenswerterweise sowohl Ressourcen in Form von Blogposts frei zugänglich als auch professionelle Artikel und Bücher über die Universitätsbibliothek für mich verfügbar. Davon habe ich mir einige prophylaktisch heruntergeladen und werde sie, so gut es geht, für die Einarbeitung der Programmierung neuronaler Netze mit Python nutzen.

Aktueller Stand und anstehende ToDos

Im Skript von David Kriesel habe ich aktuell 4 Kapitel gelesen und befinde mich im fünften. Ich habe auf meinem Server Python soweit eingerichtet, dass ich Keras mit dem Backend TensorFlow nutzen kann. Allerdings habe ich bislang noch keinerlei Testprojekt nachgebaut oder eine Ahnung, wie ich testen kann. Demzufolge bestehen die ToDos aus:

  • Weitere Kapitel im Skript lesen
  • Testprojekt mit Keras auf die Beine stellen
  • In Python einarbeiten

Petrus‘ Gang übers Wasser

0) Bibeltexte

Sofort danach schickte Jesus seine Jünger zum Boot zurück und befahl ihnen, ans andere Ufer überzusetzen, während er die Menschen nach Hause entließ.
Dann stieg er allein in die Berge hinauf, um dort zu beten. Als es dunkel wurde, war er immer noch allein dort oben.
Währenddessen hatte sich das Boot weit vom Ufer entfernt und war in schweren Seegang geraten, denn ein starker Wind war aufgekommen.
Gegen drei Uhr morgens kam Jesus über das Wasser zu ihnen.
Als ihn die Jünger sahen, schrien sie entsetzt auf, denn sie hielten ihn für einen Geist.
Doch Jesus sprach sie sogleich an: „Es ist gut“, sagte er. „Ich bin es! Habt keine Angst.“
Da rief Petrus ihm zu: „Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.“
„Dann komm“, sagte Jesus. Und Petrus stieg aus dem Boot und ging über das Wasser, Jesus entgegen.
Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. „Herr, rette mich!“, schrie er.
Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. „Du hast nicht viel Glauben“, sagte Jesus. „Warum hast du gezweifelt?“
Als sie schließlich zurück ins Boot stiegen, legte sich der Wind.
Da beteten ihn die Jünger an. „Du bist wirklich der Sohn Gottes!“, riefen sie.

Matthäus 14,22-33 (Neues Leben)

Gleich danach befahl Jesus seinen Jüngern, wieder ins Boot zu steigen und über den See nach Betsaida zu fahren, während er inzwischen die Menschen nach Hause entließ.
Dann ging er allein auf einen Berg, um zu beten.
In der Nacht befanden sich die Jünger in ihrem Boot mitten auf dem See, und Jesus war allein an Land.
Er sah, dass sie mühsam gegen den Wind und die Wellen ankämpften. Gegen drei Uhr morgens ging er über das Wasser zu ihnen. Er wollte an ihnen vorübergehen.
Doch als sie ihn auf dem Wasser gehen sahen, schrien sie vor Entsetzen, denn sie hielten ihn für ein Gespenst.
Sie waren zu Tode erschrocken, als sie ihn sahen. Doch Jesus sprach sie sofort an. „Erschreckt nicht“, sagte er. „Ich bin es. Habt keine Angst.“
Dann stieg er ins Boot, und der Wind legte sich. Sie staunten über das, was vor ihren Augen geschah.
Sie hatten immer noch nicht begriffen, was das Wunder der Brotvermehrung bedeutete, denn ihre Herzen waren verhärtet, und sie glaubten nicht.
Als sie auf der anderen Seite des Sees in Genezareth ankamen, machten sie das Boot fest
und stiegen aus.

Markus 6,45-54 (Neues Leben)

Jesus merkte, dass sie im Begriff waren, ihn mit Gewalt aufzuhalten und zum König zu machen. Da zug er sich wieder auf den Berg zurück und blieb dort für sich allein.
Am Abend gingen seine Jünger zum Ufer hinunter, um dort auf ihn zu warten.
Doch als es dunkel wurde und Jesus noch immer nicht kam, stiegen sie ins Boot, um über den See nach Kapernaum zu fahren.
Da überraschte sie auf dem See ein Sturm, der das Wasser aufpeitschte.
Sie waren etwa fünf Kilometer weit gekommen, als sie plötzlich Jesus übers Wasser auf ihr Boot zukommen sahen. Sie erschraken fürchterlich,
doch er rief ihnen zu: „Ich bin es! Habt keine Angst.“ Sie beeilten sich, ihn ins Boot zu holen, und schon war das Boot am Ufer angekommen.

Johannes 6,15-21 (Neues Leben)

1) Beobachtungen

Zu Beginn halte ich es für erwähnenswert, dass dies eine der Begebenheiten ist, die sich nur Unter Verwendung mehrerer Evangelien vollständig darstellen lässt. Lukas lässt die Bootfahrt nach der Speisung der 5.000 komplett aus und nur Matthäus berichtet uns von Petrus‘ Gang auf dem Wasser. Doch möchte ich nun die Szene, die sich aus der Zusammenfügung der Informationen ergibt, komplett darstellen.

Prolog

Beginnen wir mit der Aussendung der 12 Apostel (Matthäus 10; Markus 6,7-12; Lukas 9,1-6). Jesus sendet die 12 Apostel aus, was uns verdeutlicht, dass es eine andere Begebenheit ist als die Aussendung der 72 Jünger (Lukas 10,1-20). Die 12 Apostel haben den Auftrag, Jesu Botschaft zu verkündigen und zu heilen und Wunder zu tun. Vermutlich währenddessen lässt Herodes Johannes den Täufer auf Bitten der Tochter seiner Frau ermorden (Matthäus 14,1-12; Markus 6,14-29; Lukas 9,9).
Als die Jünger zu Jesus zurückkehren, berichten sie ihm, was sie getan und erlebt haben. Jesus will sich mit ihnen an einen einsamen Ort zurückziehen, um auszuruhen, allerdings bleiben sie nicht unbemerkt und es versammelt sich eine Volksmenge um sie, in der 5.000 Männer zzgl. Frauen und Kinder sind.
Jesus speist sie alle mit 5 Broten und zwei Fischen, die Jünger sammeln anschließend noch 12 Körbe mit Resten ein. Durch die Lehre und das Wunder jedoch sind die Menschen fest entschlossen, Jesus zum König zu machen (Johannes 6,15) – dem entzieht er sich, indem er in die Berge hinaufsteigt um dort zu beten. Matthäus und Markus berichten, dass Jesus den Jüngern befahl, sofort ans andere Ufer überzusetzen. Johannes hingegen schreibt, dass sie am Ufer auf Jesus warten und erst übersetzen, als es beginnt, dunkel zu werden.

Haupthandlung

Die Apostel geraten mitten auf dem See in Schwierigkeiten. Die Länge der Strecke nach Luftlinie beträgt etwa 12,65 km. Die Bibel erzählt uns, dass sie etwa 5 km vom Ufer entfernt von einem starken Sturm überrascht werden, der selbst die gelernten Fischer in ernsthafte Schwierigkeiten bringt. Laut Markus 6,47-48 bemerkt Jesus das schon am Abend, aber begegnet ihnen auf dem See erst gegen 3 Uhr morgens. Er wollte am Boot der Jünger vorübergehen, aber als sie vor Entsetzen und Angst schreien, weil sie ihn für ein Gespenst halten, spricht er sie direkt an und gibt sich zu erkennen. Petrus entgegnet, wenn er wirklich Jesus sei, solle er Petrus befehlen, auf dem Wasser zu ihm zu kommen. Jesus tut das, und Petrus steigt aus dem Boot und läuft auf dem Wasser zu Jesus.
Als er jedoch seinen Blick auf den Sturm und die Wellen richtet, bekommt er Angst und beginnt zu sinken. In seiner Verzweiflung ruft er nach Jesus um Hilfe, der in direkt am Arm packt und hochzieht. Jesu Frage, warum Petrus zweifelte, bleibt für uns unbeantwortet. Als sie ins Boot steigen, legt sich der Sturm und das Boot ist direkt am anderen Ufer (Johannes 6,21).

2) Interpretation

Zunächst ist interessant, dass Jesus das Gebet, sprich das Gespräch mit seinem Vater, sehr wichtig ist. Das lässt sich daraus ableiten, dass er alleine in der Stille betet, konsistent mit Matthäus 6,6, sowie daraus, dass er offenbar recht lange betet und es auch nicht unterbricht, als er sieht, dass die Jünger in Schwierigkeiten sind.

Richten wir nun den Blick auf die Reaktionen der Jünger. Sie haben vor dieser Situation die Macht Gottes sehr intensiv erlebt, indem sie selbst Wunder taten und bei Jesus waren, als er die 5.000 speiste. Trotzdem haben sie in dieser Stresssituation Angst und vertrauen nicht darauf, dass Gott sie schützt. Eventuell lässt sich daraus der Schluss ziehen, dass der Sturm eine Art Prüfung ihres Glaubens gewesen ist. Ob Petrus‘ Motiv hier war, sich hervorzutun, oder ob er tatsächlich daran zweifelte, ob es Jesus ist, lässt sich nicht sagen. Jedoch müsste man sich bei zweiterem fragen, wer sonst solche Macht haben könnte. Nichtsdestotrotz ist die Tatsache, dass er mitten im Sturm aus dem Boot auf das Wasser steigt, ein bemerkenswerter Glaubensschritt.

Jesus zeigt den Jüngern auch hier seine große Macht, indem er

  • Petrus auf dem Wasser zu sich laufen lässt
  • ihn vor dem Versinken bewahrt
  • den Sturm stillt
  • das Boot direkt ans andere Ufer bringt

Soweit ich mich erinnere, gibt es keine andere Begebenheit, von der uns die Bibel schildert, in der jemand auf dem Wasser ging. Beim Zug des Volkes Israel teilte sich das rote Meer (2. Mose 14,15-31) sowie der Jordan (Josua 3), auch bei Elia und Elisa teilt Gott den Jordan (2. Könige 2,8+14).

3) Anwendung

Ersichtlich ist hier, wie wichtig das Gebet ist. Es gibt keine Situation, die für Gott zu schwierig ist, also ist es unser wichtigster Job, zu beten so wie Jesus es tat.

Da Petrus einsank, als er Angst bekam, sprich das Vertrauen verlor, stellt sich die Frage: Ist Gottes Macht endlich? Die Antwort sehe ich darin, dass die Wirkung von Gottes Macht durch jeden Einzelnen von dessen Vertrauen darauf abhängt. Je mehr Raum ich Gott in meinem Leben gebe, desto mächtiger kann er durch mich wirken. Also hat das Vertrauen auf Gott einen hohen Stellenwert.